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Nahrungsergänzung

Die wichtigsten Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen

Dies ist der dritte Teil zu unserer Serie über Entzündungen. Beim letzten Mal haben wir uns angesehen, mit welchen Änderungen am Lebensstil wir gegen Entzündungen vorgehen können. Dieses Mal geht es darum mithilfe von Nahrungsergänzungen Entzündungen zu senken.

Genauer gesagt stellen wir 11 solcher Nahrungsergänzungen vor, die in unseren Augen besonders wirksam gegen Entzündungen sind. Am Ende des Artikels geben wir auch wieder konkrete Produktempfehlungen.

Übersicht:

Wichtige Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen:
1. Omega-3-Fettsäuren
2. Vitamin D
3. Selen
4. Zink
5. Vitamin C
6. Vitamin E

Sekundäre Pflanzenstoffe gegen Entzündungen:
7. Oligomere Proantocyanidine (OPC)
8. Granatapfelkerne
9. Anthocyane
10. Katechine
11. Curcumin

Unsere Produktempfehlungen

Die wichtigsten Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen:

Wenn du etwas gegen Entzündungen tun willst, dann haben sich die folgenden sechs Nahrungsergänzungen als besonders hilfreich erwiesen:

  • Omega-3-Fettsäuren – allen voran die Eicosapentaensäure (EPA) aus Fischen bzw. Mikroalgen,
  • Vitamin D,
  • das Spurenelement Selen,
  • das Spurenelement Zink,
  • Vitamin C
  • und Vitamin E.

Doch schauen wir uns diese sechs Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen genauer an …

1. Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischöl bzw. Algenöl ist die wichtigste Nahrungsergänzung überhaupt.

Das hat zwei Gründe:

  1. Einerseits hat fast jeder einen Mangel daran. Um genug Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen, müssten wir nämlich täglich fetten Meeresfisch essen. Und das ist allein schon wegen der Plastik- und Quecksilberbelastung in den Meeren nicht mehr zu empfehlen.
  2. Andererseits liefern Omega-3-Fettsäuren einen enormen gesundheitlichen Nutzen. Vor allem sind sie gesund für unser Herz, für unser Gehirn und unseren Darm. Und außerdem gehören sie zu den wirksamsten Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen. Daher wirken Omega-3-Fettsäuren auch bei Rheuma, Allergien, Neurodermitis und Asthma.

Werfen wir einen Blick auf letzteren Punkt: Warum wirken Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl und Algenöl gegen Entzündungen?

Kurz gesagt: Sie enthalten die Omega-3-Fettsäure namens Eicosapentaensäure, im Folgenden abgekürzt als EPA bezeichnet.

Und eben dieses EPA ist die wichtigste Waffe überhaupt gegen Entzündungen! EPA produziert nämlich Botenstoffe – so genannte Eicosanoide der Serie 3 – die Entzündungen in unserem Körper hemmen.

Außerdem steht EPA in Konkurrenz zu einer Fettsäure, die Entzündungen im Körper fördert. Die Rede ist von der Arachidonsäure, die besonders reichlich in Fleisch und Wurstwaren vorkommt.

Umso mehr EPA wir über die Nahrung bzw. mittels Nahrungsergänzungen aufnehmen, desto weniger entzündungsfördernde Botenstoffe kann die Arachidonsäure produzieren. Es kommt daher zu einer so genannten kompetitiven Hemmung.

Somit wirkt EPA gleich zweifach, nämlich direkt entzündungshemmend durch die Bildung von Botenstoffen, sowie indirekt entzündungshemmend durch die teilweise Blockierung der Arachidonsäure.

Wenn du den Wirkmechanismus von Omega-3-Fettsäuren ganz genau wissen möchtest, dann schau dir mal diesen Beitrag an: „Wie genau wirkt Omega-3?

Einnahmeempfehlung:

Wenn man gesund ist und zwischen 60 bis 80 Kilogramm auf die Waage bringt, dann sollte man etwa zwei Gramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag zu sich nehmen.

Besteht bereits eine entzündlich geprägte Erkrankung wie zum Beispiel Rheuma, dann darf es mitunter auch deutlich mehr sein. Hier haben sich eher drei Gramm Omega-3 als sinnvoll erwiesen.

Genaue Details kannst du in einem eigenen Beitrag nachlesen: „Wie viel Omega-3 soll ich zu mir nehmen?

2. Vitamin D

Vitamin D ist die perfekte Ergänzung zu Omega 3 und in unseren Augen die zweitwichtigste Nahrungsergänzung überhaupt.

Auch das hat zwei Gründe:

  1. Speziell im Winter ist fast jeder von einem Mangel an Vitamin D betroffen. Denn dann kann die Haut aufgrund fehlender Sonneneinstrahlung kein Vitamin D produzieren. Und da es in Nahrungsmitteln nur unzureichend vorkommt, kommen wir um eine Supplementierung nicht herum.
  2. Ähnlich wie Omega 3 liefert auch Vitamin D vielfältigen Nutzen. Es ist gut für unser Herz, sowie für Knochen und Zähne, und es stärkt unser Immunsystem. Und natürlich wirkt Vitamin D wunderbar gegen Entzündungen, was uns in diesem Beitrag ja besonders wichtig ist.

Vitamin D wirkt dabei ebenfalls auf zweifache Weise:

Einerseits hemmt es Botenstoffe, die Entzündungen auslösen. Es handelt sich dabei vor allem um Interleukin-6 und um TNF-a (Tumornekrosefaktor-alpha).

Andererseits sorgt es für einen Anstieg von Botenstoffen, die Entzündungen aktiv hemmen. Vor allem ist es im Falle von Vitamin D der Anti-Entzündungsstoff Interleukin-10.

Einnahmeempfehlung:

Wenn du Entzündungen wirksam senken möchtest, dann solltest du einen Vitamin-D-Status von mindestens 40 ng/ml erreichen (das kannst du bei deiner nächsten Blutuntersuchung mit kontrollieren lassen).

Besser ist es sogar, wenn du einen Wert von etwa 60 ng/ml anstrebst. Laut Expertenmeinungen sind nämlich Werte zwischen 40 und 80 ng/ml als optimal zu betrachten.

Jedenfalls gelten Werte bis 100 ng/ml als gesundheitlich unbedenklich. Höher sollten sie aber nicht sein, denn dann steigt das Risiko für Arteriosklerose (= Gefäßverkalkung). Und das wiederum ist ein bedeutender Risikofaktor in Sachen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Allerdings sind sich Experten einig, dass solch hohe Werte nur sehr schwer zu erreichen sind. Bei einer Ergänzung bis zu 5.000 I.E. Vitamin D (= 125 µg) pro Tag besteht nämlich kein Risiko – noch nicht mal, wenn man es das ganze Jahr über nimmt.

Laut dem Mikronährstoffexperten Uwe Gröber sollte man speziell von Oktober bis März 40 bis 60 I.E. Vitamin D pro Kilogramm und Tag zu sich nehmen. Das entspricht bei einem Körpergewicht von 70 Kilo etwa 3.000 bis 4.000 I.E.

Und auch im Sommer sollte man die Supplementierung mit Vitamin D nicht zur Gänze einstellen. Schon gar nicht, wenn man sich in der Mittagszeit selten in der Sonne aufhält. In unseren Breitengraden kann sich Vitamin D auf der Haut nämlich nur zwischen 11 und 16 Uhr bilden. Nach 16 Uhr ist die Sonneneinstrahlung bereits zu gering, um nennenswert Vitamin D zu bilden.

3. Selen

Selen ist ebenfalls ein wichtiger Nährstoff, der allerdings oft vernachlässigt wird. Viel zu groß sind die Bedenken bezüglich einer Überdosierung. Wenn man es aber richtig macht, dann braucht man Nebenwirkungen von Selen nicht zu fürchten.

Eigentlich sollten wir uns eher vor einer Unterdosierung von Selen fürchten. Denn Selen wurde während der Eiszeit aus den oberen Bodenschichten ausgewaschen, weshalb wir bei uns in Europa sehr selenarme Ackerböden haben.

Hinzu kommt auch noch die Übersäuerung der Ackerböden mit Düngemitteln und die zunehmende Schwermetallbelastung. Beides führt vielerorts zu einem bedenklichen Selenmangel und damit wohl auch zu einem Anstieg von Entzündungen und Krebserkrankungen.

Selen wirkt nämlich insbesondere als Schwermetallentgifter und als Schutz vor Oxidation. Beides kann massive Entzündungen im Körper auslösen.

Selen unterbindet somit in gewisser Weise die Entstehung von Entzündungen. Daher hat es sich insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen, sowie bei Neurodermitis und Asthma als wirksam erwiesen.

Einnahmeempfehlung:

Je nach Ausgewogenheit der Ernährung und deinem Gesundheitsstatus solltest du zwischen 50 und 200 µg Selen mittels Nahrungsergänzungen zu dir nehmen.

Besonders gilt dies dann, wenn du wenige selenhaltige Nahrungsmittel konsumierst. Hierzu zählen vor allem fette Kaltwasserfische wie Hering und Lachs, sowie Nüsse (allen voran Paranüsse), Sojabohnen, Knoblauch und Weizenvollkornbrot.

Und auch bei einer bereits bestehenden Erkrankung ist der Selenbedarf mitunter deutlich erhöht. Besonders gilt dies für Krebs, wo Selen einen besonders starken Nutzen liefert.

Wie eingangs erwähnt muss man bei Selen allerdings aufpassen. Wir empfehlen hier vor allem, Natriumselenit als Nahrungsergänzung auszuwählen, da die natürliche Form des Selenomethionins dazu neigt, sich im Körper anzuhäufen. Bei Natriumselenit ist dies allerdings nicht der Fall, weshalb es hier auch bei langfristiger Einnahme von 200 µg pro Tag nicht zu Überdosierungen kommt.

Wichtig bei Einnahme von Natriumselenit ist allerdings, dass es nicht gemeinsam mit synthetischem Vitamin C eingenommen wird. Denn dann wäre die Wirksamkeit deutlich herabgesetzt.

Wer seine optimale Dosierung genau kennen möchte, der sollte seinen Selenstatus im Blutserum bestimmen lassen. Dieser sollte für optimale Gesundheit zwischen 120 und 150 µg/l liegen.

4. Zink

Die vierte wichtige Nahrungsergänzung gegen Entzündungen ist das Spurenelement Zink.

Hier ist der Mangel nicht ganz so stark verbreitet wie bei Omega 3, Vitamin D und Selen. Allerdings müssen speziell Vegetarier und Veganer aufpassen, dass sie genügend Zink mit der Nahrung aufnehmen.

Der Grund sind nämlich so genannte Phytate und Ballaststoffe, die insbesondere in Brot, Nüssen und Hülsenfrüchten vorkommen und die Zinkaufnahme stark beeinträchtigen.

Beispielsweise wird die Aufnahme von Zink bei einem hohen Phytatanteil in der Nahrung um fast die Hälfte reduziert.

Was ebenfalls die Zinkaufnahme behindert, ist die gleichzeitige Aufnahme von Calcium, Kupfer und Eisen. Und auch Tannine beeinträchtigen die Bioverfügbarkeit. Dabei handelt es sich um Bitterstoffe, welche in Wein, Kaffee und Grüntee bzw. Schwarztee enthalten sind.

Für viele Personen macht es daher Sinn, Zink mittels Nahrungsergänzungen zu konsumieren. Damit unternimmt man auch etwas gegen Entzündungen:

Ähnlich wie Vitamin D hemmt Zink nämlich die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe wie TNF-a und Interleukin-6.

Einnahmeempfehlung:

Bei einer langfristigen täglichen Einnahme von bis zu 25 mg sind keine Nebenwirkungen und auch keine besonderen Wechselwirkungen im Kupfer- und Eisenstoffwechsel zu erwarten.

Bei höheren Dosierungen als 25 mg sollten der Kupfer- und der Eisenstatus (insbesondere das Ferritin) regelmäßig überprüft werden. Generell würden wir von solchen Dosierungen eher abraten, wenn es keinen besonderen Grund dafür gibt.

Zur Vorsorge reicht unseres Erachtens je nach Ernährungsgewohnheit eine Dosierung von 5 bis 15 mg Zink pro Tag vollkommen aus. Damit riskiert man weder Nebenwirkungen noch starke Wechselwirkungen mit Kupfer und Eisen.

5. Vitamin C

Vitamin C sollte in seiner Wichtigkeit keinesfalls unterschätzt werden. Studien zufolge wirkt eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C nämlich lebensverlängernd.

Unter anderem stärkt es das Immunsystem. Außerdem trägt es zur Herzgesundheit bei, indem es die Blutgefäße vor Ablagerungen schützt. Und es ist eine prima Nahrungsergänzung gegen Entzündungen. Vor allem hemmt es den Entzündungsbotenstoff namens Interleukin-6.

Leider würdigen die Ernährungsgesellschaften wie die DGE das Vitamin C viel zu wenig. Ihre Empfehlung für die tägliche Dosierung liegt derzeit bei 110 mg für Männer und 95 mg für Frauen. Das schützt gerade mal vor schweren Erkrankungen – optimal für die Gesundheit ist diese Dosierung bei weitem nicht.

Wenn man nämlich in die Tierwelt blickt, dann stellt man fest, dass beispielsweise Hunde Vitamin C in großem Ausmaß selbst produzieren können. Rechnet man deren produzierte Menge auf einen 70 Kilogramm schweren Erwachsenen um, dann müssten wir täglich Vitamin C im Grammbereich zuführen.

Einnahmeempfehlung:

Da Vitamin C ein wasserlösliches Vitamin ist, kommt es hier nur sehr schwer zu Überdosierungen. Erst ab einer Zufuhr von drei Gramm pro Tag kann es zu Magen-Darm-Problemen kommen.

Aus unserer Sicht reicht aber eine tägliche Zufuhr von 250 bis 1.000 mg pro Tag in Form von Nahrungsergänzungen aus, um optimal von den gesundheitlichen Wirkungen des Vitamins zu profitieren.

Besonders magenschonend ist gepuffertes Vitamin C. Zudem gibt es so genannte Retard-Produkte, welche die Wirkung über den gesamten Tag aufrechterhalten.

Nimmt man hingegen synthetisches Vitamin C in Form von Ascorbinsäure zu sich, dann sollte man die Einnahme besser auf zwei bis drei Zeitpunkte am Tag verteilen. Ansonsten würde nämlich ein großer Teil des Vitamin C wieder über den Urin ausgeschieden und nicht verwertet werden.

Bitte beachte: Die angegebenen Empfehlungen gelten natürlich nur für Gesunde. Bei bestehenden Erkrankungen solltest du besser einen Arzt oder Vitalstoffexperten aufsuchen. Beispielsweise sollten Nierenkranke und Personen mit Eisenspeicherkrankheit nicht zu viel Vitamin C einnehmen. Anders bei Herzkranken: Hier empfehlen viele Experten eher hohe Dosierungen um die 1.000 mg oder sogar noch höher.

6. Vitamin E

Die Vitamine C und E gehören eng zusammen. Genauso wie Vitamin C schützt Vitamin E vor freien Radikalen und ist wichtig für die Herzgesundheit, indem es das Zusammenklumpen der Blutplättchen in unseren Blutgefäßen verhindert.

Was aber für diesen Beitrag besonders wichtig ist: Vitamin E wirkt gegen Entzündungen und sogar in gewissem Maße schmerzstillend.

Einnahmeempfehlung:

Wenn es um Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen geht, dann ist Vitamin E nicht ganz so wichtig wie Vitamin C.

Zum Einen kann es nämlich selbst zum freien Radikal werden und somit oxidative Prozesse im Körper anheizen. Dieser Umstand ist aber kein Problem, wenn man begleitend dazu Vitamin C einnimmt. Denn Vitamin C ist dazu in der Lage oxidiertes Vitamin E zu regenerieren. Somit sollte eine Nahrungsergänzung mit Vitamin E aus unserer Sicht immer mit ausreichend Vitamin C begleitet werden.

Was mögliche Überdosierungen betrifft, so stellen Dosierungen bis 800 IE (ca. 500 mg) keine Gefahr für die Gesundheit dar. Darüber hinaus kann es zu Magen-Darm-Problemen kommen. Und es sinkt die Blutgerinnung. Das bedeutet, dass es leichter zu Blutungen kommen kann und die generelle Blutungszeit bei Verletzungen zunimmt. Höhere Dosierungen sollte man daher unbedingt vermeiden.

So hohe Dosierungen sind im Kampf gegen Entzündungen aber auch gar nicht nötig. Hier erzielt man in der Regel mit täglichen Dosierungen von 100 bis 300 mg am Tag gute Resultate.

Wir empfehlen aber eher gemischte Tocopherole und ganz besonders auch Tocotrienole einzunehmen. Üblich ist bei Nahrungsergänzungen mit Vitamin E nämlich, dass lediglich Alpha-Tocopherol enthalten ist. Die unterschiedlichen Tocopherole und speziell Tocotrienole haben aber ein ergänzendes Wirkspektrum und sind somit insgesamt besser für unsere Gesundheit.

Studien deuten nämlich darauf hin, dass Tocotrienole eine größere Wirksamkeit und mehr biologische Effekte als Tocopherole haben. Unter anderem erzielt man dadurch bessere entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen, weshalb hier die Dosierung auch geringer ausfallen kann.

Und noch ein Tipp: Falls in einem Produkt Vitamin E nur in Form von Alpha-Tocopherol enthalten ist, dann sollte es sich dabei unbedingt um die natürliche Variante handeln:

  • Zum einen kann hochdosiertes synthetisches Vitamin E (dl-α-Tocopherol) gesundheitsschädlich sein – was Vitamin E in natürlicher Form (d-α-Tocopherol) nicht ist.
  • Zudem ist die natürliche Form von unserem Körper besser zu verwerten und damit biologisch deutlich wirksamer.

Musst du alle 6 Nahrungsergänzungen zu dir nehmen?

Kurz gesagt: Nein, musst du nicht.

Wenn es um Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen geht, dann führt kein Weg an Omega-3-Fettsäuren in Form von Fisch- oder Algenöl und an Vitamin D vorbei.

Diese zwei sind die wichtigsten Nahrungsergänzungen überhaupt gegen Entzündungen. Wahrscheinlich kannst du bereits sehr viel erreichen, wenn du nur diese beiden regelmäßig zu dir nimmst.

Die anderen vier Nahrungsergänzungen (Selen, Zink, Vitamin C, Vitamin E) sind unterstützend dazu und können bei sehr hohen Entzündungen ebenfalls einen gewichtigen Beitrag leisten diese zu reduzieren.

Bei manchen entzündlich geprägten Krankheiten wie Rheuma, Arthritis und Multiple Sklerose können aber auch sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Polyphenole (enthalten in Weintrauben, Granatäpfeln, Heidelbeeren und Grünem Tee), sowie Curcumin Sinn machen …

Sekundäre Pflanzenstoffe gegen Entzündungen:

Bisher galt unser Blick den Vitaminen und Mineralien. Doch auch sekundäre Pflanzenstoffe sind eine wirksame Waffe gegen Entzündungen.

Und nicht nur das: Einige dieser sekundären Pflanzenstoffe haben zusätzlich eine höhere antioxidative Wirkung als Vitamin C!

Und gerade diese Antioxidantien sind bei Entzündungen sehr wichtig. Denn vor allem chronische Entzündungen führen zu einer Erschöpfung unseres Antioxidantien-Vorrats. Jede Entzündung verursacht nämlich oxidativen Stress.

Wenn wir also nicht genug Antioxidantien zur Verfügung haben, dann schädigt dies in weiterer Folge unsere Zellen. Unter anderem kommt es zu einer schwachen Immunabwehr und zu einer vorzeitigen Hautalterung.

Wirksam gegensteuern lässt sich einerseits durch Vitamine und Mineralien wie Vitamin C, Vitamin E, Selen und Zink. Als noch effizienter haben sich aber bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe erwiesen, welche Polyphenole enthalten.

Polyphenole kommen in Pflanzen als bioaktive Farbstoffe, Geschmacksstoffe und Gerbsäuren vor. Sie schützen dabei die Pflanzen vor Schädlingen. Und von diesem Schutzsystem können wir genauso profitieren, wenn wir diese Polyphenole über die Nahrung  zu uns nehmen.

Es handelt sich dabei um:

  • Oligomere Proantocyanidine in Weintraubenkernen
  • Ellagsäure in Granatapfelkernen
  • Anthocyane in Heidelbeeren
  • Katechine in Grünem Tee
  • Curcumin in Gelbwurz und Curry

7. Oligomere Proantocyanidine (OPC)

Oligomere Proantocyanidine (im Folgenden nur noch als OPC abgekürzt) kommen in Weintrauben vor. Und da vor allem in den Weintraubenkernen (weshalb es aus gesundheitlichen Gründen eher wenig Sinn macht, entkernte Weintrauben zu verzehren).

Da man aber sehr große Mengen an Weintrauben täglich verzehren müsste um nennenswert OPC aufzunehmen, empfiehlt sich hier eine Ergänzung mit Traubenkern-Extrakt.

Denn OPC bringt vielfachen gesundheitlichen Nutzen:

  • OPC wirkt entzündungshemmend und antioxidativ.
  • Außerdem stärkt es unser Immunsystem und es hemmt das Wachstum von Viren und Bakterien.
  • OPC fördert aber auch die Durchblutung und schützt so vor Kreislaufproblemen und Cellulite.
  • Darüber hinaus hat OPC auch positive Wirkungen in Sachen Herzgesundheit und noch vieles mehr …

Die entzündungshemmende Wirkung entfaltet OPC ebenfalls durch die Hemmung proentzündlicher Zytokine. Außerdem hemmt es so genannte Cyclooxygenasen. Dabei handelt es sich um Enzyme, die aus Arachidonsäure entzündungsfördernde Botenstoffe bilden.

Einnahmeempfehlung:

Im Falle von OPC muss man genauer hinschauen. Oft steht auf der Verpackung nämlich nur der Gehalt an Traubenkernextrakt. Doch um was es uns eigentlich geht, ist der Gehalt an OPC.

Die Höhe der empfohlenen täglichen Dosierung hängt stark von den gewünschten Effekten und von den sonstigen Polyphenolen ab, die du konsumierst.

Es gilt nämlich, dass die Aufnahme unterschiedlicher Polyphenolarten am wirksamsten ist. Es macht also Sinn, wenn du neben OPC auch zum Beispiel Heidelbeer- und Granatapfelextrakt zu dir nimmst. In diesem Fall braucht dann die Dosis an OPC nicht so hoch zu sein als wenn man es isoliert nimmt.

Im Allgemeinen gilt, dass man bei isolierter Einnahme mindestens ein Milligramm OPC pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen sollte. Bei starken Entzündungen oder sonstigen Grunderkrankungen sollte die Dosis allerdings bei mindestens 200 mg am Tag liegen.

8. Granatapfelkerne

Der Granatapfel eignet sich aufgrund seiner vielen Inhaltsstoffe gut zur Behandlung von chronischen Entzündungen. Insbesondere hemmt Granatapfel entzündungsfördernde Enzyme wie die Cyclooxygenasen.

Vor allem befinden sich diese wichtigen Inhaltsstoffe (allen voran die so genannte Ellagsäure) in den Kernen des Granatapfels. Sie sorgen für eine bessere Wundheilung und somit für eine bessere Abheilung von bestehenden Entzündungsherden.

Der besondere Vorteil von Granatapfelkernen gegenüber anderen sekundären Pflanzenstoffen ist aber der, dass sie die höchste antioxidative Wirksamkeit von allen bisher erforschten Nahrungsmitteln besitzen. Sie sind hierbei um ein Vielfaches wirksamer als Vitamin C und E!

Aufgrund ihrer antibakteriellen Wirkung stärken Granatapfelkerne außerdem unser Immunsystem in den Wintermonaten.

Einnameempfehlung:

Hier gilt dasselbe wie bei OPC: Die empfohlene Dosis hängt davon ab, ob man noch weitere Polyphenole zu sich nimmt oder nur Granatapfelkerne isoliert einnimmt.

Nimmt man Granatapfelkerne isoliert zu sich, so braucht es mindestens 100 mg täglich um einen nennenswerten Effekt in punkto Entzündungen und Antioxidation zu erzielen.

9. Anthocyane

Anthocyane sind eine weitere Gruppe an besonders wirksamen Polyphenolen. Sie kommen insbesondere in Heidelbeeren vor und bieten umfangreichen gesundheitlichen Nutzen:

  • Einerseits wirken Heidelbeeren ebenfalls entzündungshemmend und antioxidativ. Unter anderem haben sie die Fähigkeit Schwermetalle wie Blei zu binden. Sie bilden mit den Metallen unlösliche Verbindungen und verhindern dadurch eine Aufnahme über den Darm.
  • Heidelbeeren schützen überdies unser Kollagen und verzögern somit die Hautalterung.
  • Darüber hinaus tragen sie zur Herzgesundheit bei und wirken positiv auf unseren Blutzucker.  Deshalb tragen Heidelbeeren auch zur Prävention von Diabetes bei.
Einnahmeempfehlung:

Um die gewünschten positiven Wirkungen zu erzielen, sollte die tägliche Dosis bei mindestens 20 mg an Heidelbeerextrakt liegen. Es darf aber auch deutlich mehr sein.

Hier kann man übrigens auch mit der Nahrung sehr gut nennenswerte Mengen an Anthocyanen zuführen. Täglich 50 bis 100 Gramm Heidelbeeren sollten es dann aber schon sein – und wenn möglich in Bioqualität.

10. Katechine

Katechine sind Bitterstoffe in Pflanzen und haben dort die Aufgabe, Krankheitserreger zu bekämpfen. Forschungen haben ergeben, dass sie diesen Nutzen aber nicht nur für die Pflanzen bieten. Auch wir können von all diesen Vorteilen profitieren, wenn wir Katechine täglich über die Nahrung oder mittels Nahrungsergänzungen zuführen.

Am meisten Katechine hat übrigens Grüner Tee. Schwarztee hat ebenfalls nennenswert Katechine, wenn auch schon deutlich weniger als Grüntee.

Besonders wirksam haben sich Katechine als Nahrungsergänzung hier erwiesen:

  • Sie wirken gegen Entzündungen und sind antioxidativ.
  • Sie schützen unsere Haut vor Schäden durch UV-Strahlen und wirken dadurch auch effektiv der Hautalterung entgegen.
  • Zudem haben sich Katechine als nützlich in der Prävention verschiedener Krebserkrankungen erwiesen.
  • Sie helfen überdies beim Abnehmen.
  • Und sie senken das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes.
Einnahmeempfehlung:

Grüntee kann einerseits als Tee oder als Extrakt in Form von Nahrungsergänzungen konsumiert werden.

Bei isolierter Gabe im Kampf gegen Entzündungen sollten es mindestens 300 mg Extrakt pro Tag sein. Bei manchen Zielen wie zum Beispiel der Gewichtsabnahme dürfen es auch 1.000 mg oder mehr am Tag sein.

Zu beachten ist beim Grünen Tee allerdings, dass man ihn nicht gleichzeitig mit bestimmten Mineralien wie zum Beispiel Zink und Eisen kombiniert. Denn das würde die Aufnahme dieser Mineralien behindern. Hier sollte mindestens eine halbe Stunde (besser sogar eine Stunde) an zeitlichem Abstand eingehalten werden.

11. Curcumin

Curcumin ist ein Wirkstoff, der in dem Ingwergewächs namens Curcuma vorkommt. Dieses Curcuma wiederum ist Bestandteil von diversen Gewürzen wie zum Beispiel dem indischen Curry.

Curcumin hat ebenfalls zahlreiche gesundheitliche Wirkungen:

  • Curcumin wirkt sehr stark entzündungshemmend – und zwar noch stärker als die bisher vorgestellten Polyphenole. Vor allem hemmt es diverse Entzündungsmoleküle wie die bereits angesprochenen TNF-∝, Interleukin-6 und Cyclooxygenasen.
  • Darüber hinaus hat Curcumin eine antidepressive und sogar angstlösende Wirkung.
  • Ähnlich wie Vitamin E zeigt auch Curcumin eine gewisse schmerzlindernde Wirkung.
  • Und außerdem wirkt es gegen diverse Krebsarten und sogar gegen Cholesterin.
Einnahmeempfehlung:

Ähnlich wie bei den bisher besprochenen Polyphenolen gilt auch hier, dass es Nahrungsergänzungen braucht, um maximal von den gesundheitlichen Effekten des Curcumin profitieren zu können. Denn über die Nahrung ist es sehr schwierig, nennenswerte Mengen aufzunehmen.

Für optimale Effekte hat sich eine Dosis an Curcumin von mindestens 500 mg pro Tag bewährt.

Diese Produkte können wir besonders empfehlen:

Zum Abschluss möchten wir dir natürlich ein paar konkrete Produktempfehlungen an die Hand geben.

Dabei ist es uns besonders wichtig, dass diese Produkte von hoher Qualität sind. Und von hoher Qualität ist ein Produkt vor allem dann, wenn sich darin nur der Wirkstoff befindet und es frei ist von schädlichen Hilfs- und Zusatzstoffen.

Außerdem unterscheiden wir bei unseren Empfehlungen für Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen zwischen dem „Pflichtprogramm“ und weiteren interessanten Produkten im Kampf gegen Entzündungen.

Als „Pflichtprogramm“ sehen wir Omega-3-Fettsäuren maritimen Ursprungs sowie Vitamin D an. Das hat den Grund, dass diese beiden Nahrungsergänzungen besonders wirksam gegen Entzündungen sind. Und außerdem hat fast jeder von uns einen Mangel daran.

Die weiteren Nahrungsergänzungen eignen sich insbesondere bei hohen Entzündungswerten bzw. bei bereits bestehenden entzündlich geprägten Erkrankungen.

Das „Pflichtprogramm“ gegen Entzündungen:

Omega-3-Fettsäuren maritimen Ursprungs:

Was Omega-3 betrifft, können wir die Produkte von Norsan empfehlen.

Da es hierbei vor allem die Omega-3-Fettsäure EPA ist, die gegen Entzündungen wirkt, eignet sich insbesondere das Fischöl namens Omega-3 Total Plus.

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Vitamin D:

Das Fischöl von Norsan enthält zwar bereits etwas Vitamin D – genauer gesagt 800 IE pro Esslöffel – doch speziell im Winter ist das zu wenig.

Wir empfehlen daher zusätzlich Vitamin D3 liquid von Viabiona. Dieses enthält 1.000 IE pro Tropfen.

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Weitere Nahrungsergänzungen gegen Entzündungen:

Gemischte Polyphenole:

Wir haben bereits erwähnt, dass es am wirksamsten ist, wenn man unterschiedliche Polyphenole zu sich nimmt. Mit dem Produkt PhytoVit von Viabiona schafft man das sogar mit nur einer einzigen Nahrungsergänzung.

Unter anderem sind darin pro Tablette folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Granatapfelextrakt 46 mg
  • Heidelbeerextrakt 100 mg
  • Traubenkernextrakt 33 mg
  • Grüner Tee Extrakt 100 mg

Wenn du gesund bist und „nur“ mit stillen Entzündungen zu kämpfen hast, dann reicht eine Tablette pro Tag wahrscheinlich aus (vor allem in Kombination mit Omega-3 und Vitamin D). Bei bestehenden Erkrankungen kann allerdings die volle empfohlene Dosierung von drei Tabletten am Tag angebracht sein.

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Selen:

Was Selen betrifft, halten wir das Produkt von Natugena für unschlagbar.

Es nennt sich Selen 100 und enthält pro Tropfen 25 μg Natriumselenit. Somit ist damit eine genaue Dosierung je nach persönlichem Bedarf möglich.

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Zink:

Ebenfalls von Natugena können wir den Zink-Komplex empfehlen. Pro Tablette befinden sich 15 mg darin.

Tipp: Bei Eingabe des Gutscheincodes 1435 erhältst du 10 Euro Neukundenrabatt auf deinen Einkauf.

Als Alternative können wir das Kombinationsprodukt Zink & Selen von Natugena empfehlen. Damit hat man beides in einer Tablette: 15 mg Zink und 110 μg Selen in Form von Natriumselenit.

Vitamin C:

Was eine Nahrungsergänzung mit Vitamin C betrifft, finden wir insbesondere das Produkt Power C von Sanuvit sehr empfehlenswert. Es handelt sich dabei um magenfreundliches und länger wirkendes Vitamin C in Kombination mit OPC und Vitamin E.

Genauer gesagt befinden sich darin 250 mg Vitamin C, 5 mg natürliches Vitamin E und 30 mg OPC.

Tipp: Um in den Genuss einer Gutschrift in Höhe von 10 Euro für die Folgebestellung zu kommen, bitte im Feld „Ihre Nachricht“ der Bestellung „ID-Nr 214“ eingeben. Du erhältst die Gutschrift gemeinsam mit der Rechnung.

Eine höher dosierte Alternative stellt das Produkt Ester-C Gold von Biogena dar. Hier befinden sich in einer Kapsel 650 mg Vitamin C.

Eine zweite Alternative speziell für alle, die ebenfalls an Zink und Selen von Natugena interessiert sind, ist Vitamin C von Natugena. Pro Kapsel sind 500 mg Vitamin C sowie 25 mg OPC enthalten. (Gutscheincode 1435 für 10% Rabatt)

Vitamin E:

Was Vitamin E betrifft, finden wir das Produkt Vitamin E Premium Komplex von Sanuvit ganz besonders empfehlenswert.

Dieses enthält nämlich nicht nur natürliches Alpha-Tocopherol, sondern auch in punkto Entzündungen besonders wirksame Tocotrienole.

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CurcumA:

Was Curcuma betrifft, empfehlen wir das Produkt Curcuma Cell-Protect von Viabiona. Dieses enthält 500 mg Curcuma pro Kapsel.

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